Die Menschheit erkannte
sehr früh, das unter den vielen Gesteinsarten dieser Erde sich
Schiefergestein durch seine Spaltbarkeit auszeichnete. Nachweislich
verlegten schon die Römer regional Schieferplatten zur Dacheindeckung.
Im Mittelalter entwickelte sich das Schieferdecker-Handwerk zur
Blüte und komplizierte Dachformen wurden vorwiegend mit Schiefer
gedeckt. Schiefer teilt sich den Markt mit dem Industrieprodukt Kunstschiefer (Asbestzementplatten). Da qualitativ hochwertiger Dachschiefer im Bergbau, teilweise Untertage abgebaut werden muss und nicht jeder geförderte Stein zu Dachschiefer verarbeitet werden kann, ergeben sich hohe Gewinnungskosten, die durch den Einsatz modernster Technik nur teilweise reduziert werden. Die Verarbeitung durch den Dachdecker erfordert handwerkliches Wissen und Können, Präzision und Fantasie. Deckregeln bestimmen die Anordnung der Schiefer, die Mindestdachneigung sowie die Mindestüberdeckung. Auch die Anzahl der zur Befestigung notwendigen Nägel sind im Regelwerk festgelegt. Viele Dachdecker haben
eine Vorliebe für die Verarbeitung von Naturschiefer entwickelt, denn
jedes anspruchsvolle
Schieferdach bedeutet eine Herausforderung an den
Dachdecker. Schiefer lässt eine persönliche Gestaltungsvielfalt
zu. Ein gelungenes Schieferdach wertet das Persönlichkeitsgefühl auf.
Deshalb sollte jeder Hausbesitzer überlegen, Besonders hochwertige Bauten und Gebäude mit architektonisch aufwändigen Dachformen lassen sich mit diesem Material zu Schmuckstücken formen. |